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Mittwoch, 16. Mai 2012

...will ich heute nicht noch mal über den Terror schreiben

Hab vorhin auf Facebook eine interessante Kampagne gegen den TLC gesehen – damit der Freihandelsvertrag nicht die heimische Wirtschaft kaputt macht, soll man beim Einkaufen auf die ersten drei Ziffern des Strichcodes* eines Produkts achten: Die stehen nämlich für das Herstellungsland.

"Nein zum TLC: Kaufen Sie 770 kolumbianisch" Quelle: Die Facebook-Seite von  La Comunidad del UPTC

Die ersten drei Zahlen stehen, wie gesagt, für das Land, die nächsten vier für die Firma, die vorletzten fünf für das Produkt und die allerletzte ist eine Prüfziffer. Quelle: capitalcolombia.com

* Eine schöne Infografik zu Codes gab es letztes Jahr in der Zeit.

PS: Nur so viel zur gestrigen Bombe: Inzwischen kam noch die Theorie auf, dass die Armee hinter dem Anschlag stecken könnte. Unheimlich.

Dienstag, 15. Mai 2012

...hat heute Mittag eine Bombe die Stadt erschüttert

Es gab mindestens zwei Tote und mehr als 30 Verletzte, darunter der ultrarechte Ex-Innenminister Fernando Londoño, dem das Attentat wohl galt – wer es verübt hat, ist allerdings bis jetzt nicht klar.*

Londoño nach dem Attentat. Quelle, diesmal unschwer zu erkennen: elespectador.com

* Analysen und Spekulationen reichen von den Farc bis zur Rechten selbst; komplizierend kommt hinzu, dass ein paar Stunden vor dem Attentat eine andere Autobombe in der Nähe einer Polizeistation entschärft werden konnte, es außerdem zahlreiche Proteste gegen den heute in Kraft getretenen Freihandelsvertrag mit den USA gab und im Parlament endlich ein Marco para la Paz verabschiedet wurde, den Londoño am Morgen heftig kritisiert hatte – ob ein Zusammenhang besteht?

Freitag, 3. Februar 2012

...weigert sich die Presse, den Terror abzubilden

Nach zwei Bomben-Attentaten mit 18 Toten und mehr als 100 Verletzten innerhalb von 24 Stunden hat sich die Tageszeitung El Espectador heute mit großen Lettern geweigert, Fotos von den Farc-Anschlägen abzudrucken – das erst seit 2008 wieder täglich erscheinende Blatt hat seine eigene, traurige Geschichte mit der violencia im Land: 1986 ermordeten Pablo Escobars Auftragskiller den damaligen Chefredakteur Guillermo Cano Isaza, drei Jahre später zerstörte eine Bombe die Redaktionsräume.